Messepremiere der Passion - BDSM & FETISCH FAIR in Hamburg

08.01.2018 | Von: Nora | | Kategorie: Allgemein

Messepremiere der Passion - BDSM & FETISCH FAIR in Hamburg

In Hamburg hatte vom 17.-19.11.2017 eine neue BDSM- & Fetisch-Messe Premiere: Die Passion 2017. Die Herausforderung für ein solches Projekt war groß: Schließlich handelt es sich, allein schon was die Zahl an Unternehmen für eine solche Messe angeht, um eine überschaubare Szene. Viele Beispiele zeigen, wie schwer es ist, die Aussteller für ein solches Projekt zu begeistern. Und allem Neuen begegnet man eh zunächst mit Vorsicht. Daher überwiegte am Anfang die Skepsis in der Szene – und umso stärker war dann die Überraschung über das Ergebnis. 100 Aussteller bereits zur Messepremiere schafften eine überraschend bunte, vielfältige und auch qualitativ ansprechende Einkaufswelt für BDSM- und Fetisch-Liebhaber in Hamburg. Und die Passion setzte damit bereits zum Start Maßstäbe als Messe zum Einkauf für besondere, ausgefallene und hochwertige Produkte für die BDSM- & Fetisch-Szene.

Regional schließt das Projekt eine Lücke: Auch der Norden hat nach diesem Projekt nun alle Chancen, einen großen BDSM- und Fetisch-Szene-Treffpunkt zu erhalten.

Das Ziel der Veranstalter, mit der Passion auf Qualität, Design, besondere Materialauswahl, auf das Exklusive, Individuelle, Besondere und Handgemachte zu setzen, wurde erfolgreich umgesetzt. Und machte diese neue Messe auch zu einer interessanten Einkaufswelt für die Szene-Insider: Wer als Domina, Fetisch-Lady oder Model ein ausgefallenes erotisches Outfit suchte, wer sich informieren wollte, welche Designer hochwertige Korsetts oder Latex-Couture maßschneidern, wer sich für ausgefallene High-Heels interessierte, für den war die Passion eine spannende Fundgrube.

Aber auch wer sich dafür interessierte, Spiel-Räume oder ein Studio auszurüsten, fand in der Passion eine lohnende Anlaufstelle. Mit einem überzeugenden Angebot von BDSM-Toys und auch -Möbeln, vielfach direkt vom Hersteller auf der Messe vorgestellt, profilierte sich die Passion als eine Kombination von Publikums- und Fachmesse. Geht die Passion diesen Weg weiter, schafft sie auch für die Profis eine in Deutschland so einzigartige Einkaufsmöglichkeit.

Das Bühnen- und Workshop-Programm der Passion: Intensiv und mit persönlicher Handschrift

Wer sich die Zeit nahm und sich ‚Shows‘ auf der Passion-Bühne anschaute oder einen der vielen Workshops besuchte, für den wurde schnell spürbar: Dem Veranstalter ging es nicht um vordergründige Show-Effekte oder bloße Unterhaltung, er wollte die Intensität erlebbar machen, die die Welt des BDSM und Bondage prägen können. Gerade bei den Bondage-Vorführungen war es die Authentizität der Akteure auf der Bühne, die auch den Besuchern unter die Haut ging. Es ging um Passion, um die Leidenschaft der Künstler für das, was sie auf der Bühne glaubwürdig vorlebten oder zeigten.

Samstagabendparty Passion Night: Feiern, Tanzen und Spielen in der Messehalle

Mit mehr als 400 Besuchern hatte auch die Samstagabendparty der Messe, die Passion Night, am 17.11. eine erfolgreiche Premiere. Hier hatte sich der Messeveranstalter mit Living Dead Production, die in Hamburg seit Jahren mit der Extravaganxa fest in der Szene etabliert sind, einen erfahrenen Co-Veranstalter mit ins Boot geholt. Für die Passion Night musste aus einer nüchternen und funktionalen Messehalle, die auf Aussteller-Präsentationen an Ständen und nicht auf die Durchführung von Parties ausgerichtet ist, eine Location mit Partyatmosphäre geschaffen werden. Der Veranstalter teilte die Fläche mit erheblichem Aufwand in einen Party-, einen Spielbereich und einen ruhigeren Bereich zum Relaxen auf. Mit der Unterstützung von  Partnern wurden sieben Spielzimmer in die Party integriert, in denen auch am Abend eifrig gespielt wurde.  Auch mit diesen Spielzimmern wurden Maßstäbe für eine solche Messe gesetzt. Allerdings wurde auch spürbar, dass eine Messehalle nicht die besten Voraussetzungen für eine große Fetisch-Party bietet. Die Veranstalter der Passion Night kündigten direkt im Anschluss an die Messe an, dass sie sich für die Passion Night 2018 nach einem anderen Standort in Hamburg umschauen werden.

Ein Projekt mit Zukunft

Viele der Aussteller und Szeneinsider waren sich nach den drei Messetagen darin einig: Mit der Passion 2017 in Hamburg ging ein Projekt mit Zukunft an den Start. Und der Veranstalter, nach seinen Zukunftsplänen befragt, blieb auf der einen Seite nüchtern-realistisch, sieht die erfolgreiche Premiere als eine solide Grundlage für die Weiterentwicklung der Passion am Standort Hamburg, setzte aber auch Ziele für Zukunft: Zu diesen Zielen gehört für ihn der Ausbau der Internationalität der Messe, eine noch konsequentere Konzentration auf Qualität und Exklusivität, aber auch ein Ausbau der Messe als Treffpunkt der Profis, die als Model, Domina, Fotograf, Filmemacher oder Fetisch-Lady in der Szene unterwegs sind. Es bleibt spannend, wie diese Ziele umgesetzt werden.

 

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